Ballett-Blog

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2020 - Das Jahr in dem wir eine Tanzfamilie wurden

 

 Heute ist der 1. Januar 2021.

Eigentlich schaue ich nicht gerne zurück. Eigentlich würde ich das Jahr 2020 am liebsten vergessen! Doch im Jahr 2020 war einfach alles anders, daher erlaube ich mir doch einen kurzen Blick zurück, was dieses Jahr mit mir und uns gemacht hat. Mit mir als Inhaberin einer Ballettschule. Mit mir als Mensch. Mit meinen Schülern. Mit unserer Tanzfamilie. 

2020 war eine Zerreißprobe für die Nerven.

2020 war entmutigen. 

2020 war unglaublich anstrengend und arbeitsintensiv. 

2020 hatte einige Rückschläge und Enttäuschungen. 

Der für mich traurigste und schwerste Moment mit der Ballettschule im Jahr 2020 war, als ich meinen Schülern sagen musste, dass unsere Aufführung "Der Wandelbaum" kurz vor der Aufführungswoche abgesagt werden musste. Noch heute, fast 10 Monate, zerreißt es mir das Herz... All diese Arbeit, all diese Zeit, all diese traurigen, enttäuschten Augen meiner Schüler. Es schmerzt. Genauso wie die soziale Distanzierung. Ich kann es kaum abwarten, wenn ich jeden einzelnen Schüler umarmen und feste drücken darf. Und ihr wisst, dass ihr mich beim Wort nehmen könnt 🥰 

 

Aber jede Medaille hat zwei Seiten.

Drehen wir die Medaille um und bllicken auf das Positive im Jahr 2020. 

Was habe ich alles erfahren dürfen:

⭐ Verständnis & Unterstützung. Zum einen von meiner Tanzfamilie, die treu zu mir halten und mich nicht im Stich lassen. Zum anderen von meiner Familie, die mich aufgefangen und aufgebaut haben, als ich aussichtslos war. 

🍀Glück. Ein neues, größeres Zuhause für die Ballettschule Lemgo wurde in letzter Sekunde gefunden und mit vereinten Kräften in Rekordzeit umgebaut und umgezogen.

💖 Gesundheit.

💪Selbstvertrauen. Ich wusste nicht, wie stark ich bin und sein kann, bis zu dieser Pandemie. Ich bin oft über mich hinausgewachsen, weil ich wusste: Ich will keine Zukunft ohne Tanz!

♥️ Zusammenhalt. Und dieser Zusammenhalt, gibt mit immer wieder neuen Mut und ist meine Motivation nach vorne zu schauen. Es gibt mir so viel zu wissen, dass ich nicht allein durch diese Zeit muss. Wir sind durch diese Krise fest zusammengewachsen und können wunderbare Menschen und neue Freunde aus dieser Pandemie mitnehmen.

💭 Neue Denkweise. Im Jahr 2020 habe ich gemerkt, dass nichts selbstverständlich ist und ich für viel mehr dankbar sein sollte. 

 

Heute ist der 1. Januar 2021. 

Die erste Seite eines leeren Buches. Füllen wir es mit vielen mutmachenden und unvergesslichen Geschichten, bunten und aufregenden Bildern, einmaligen und bewegenden Momenten und schreiben vielen schönen, freudigen Erinnerungen. Und sind dankbar, jeden Tag, für irgendwas. 

Danke, dass du meinen Blogpost aka. Jahresrückblick gelesen hast!